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Offroadreifen

Der Markt im Bereich Offroadreifen hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die Anfänge in Deutschland waren sehr übersichtlich: Es gab zum einen japanische Geländemobile, ein paar US-Cars der Marke Jeep & Co. Dem Grunde nach hervorragende Geländefahrzeuge. Für deutsche Autobahnen jedoch mehr als ungeeignet. Die Upper Class bewegte sich derweil zumeist mit Range Rover. Alles in allem eine sehr überschaubarer Markt, für die Hersteller. Die Geländereifen mussten zwar eine ausreichende Tragfähigkeit vorweisen, ein Speed Limit von 160 km/h war jedoch für damalige Verhältnisse vollkommen ausreichend. Heute kann ein zwei Tonnen Offroader gut und gerne Geschwindigkeiten von über 250 km/h erreichen. Der Begriff SUV (Sport Utility Vehicle) ist geboren.
SUV liegt voll im Trend
Das klassische Profil eines SUV Fahrers? Ganz klar, er möchte auffallen und im Trend liegen. Oft wird das Fahrzeug als Zweit- oder Drittwagen, jedoch sehr häufig auch für Langstrecken genutzt. Im Gelände werden die sportlichen Offroader jedoch selten bewegt. Davon abgesehen eignen sich die Fahrzeuge nicht nur hervorragend fürs Gelände sondern auch als Zugmaschine für Pferdehänger, Boote oder Wohnwagen. Durch dieses neue und sehr vielfältige Anforderungsprofil, wächst natürlich auch der Anspruch an die Hersteller und Händler.
Neue Modelle auf dem Vormarsch
Ein wiederum neue Gattung im Automobilbereich ist der Crossover, eine Mischung aus SUV und Kombi. Diese Fahrzeuge sind in der Regel sehr schwer, dafür aber sehr sportlich unterwegs. Auch diese Fahrzeuge sind mit ähnlich großen Offroadreifen wie die SUVs ausgestattet. Die Crossover Modelle erfreuen sich in den letzten Monaten immer größerer Beliebtheit.
Die Anforderungen
Die Produktpalette an Geländereifen ist sehr vielfältig geworden. Egal ob leichte Modelle für den Pkw oder hohe Tragfähigkeit für den Transporter. Die produzierten Stückzahlen an Geländereifen sind jedoch mit 2% vom Gesamtmarkt, gegenüber klassischen Pkw Reifen nach wie vor sehr gering.
Der Reifenguru empfiehlt: Werden die Offroadreifen an nur einer Achse getauscht, sollten die neuen Reifen unbedingt auf der Vorderachse montiert werden. Dadurch wird bei optionalem oder permanenten Allradantrieb der Antriebsstrang „gezogen“. Diese Regel gilt auch bei der Verwendung von zwei Schneeketten.
Durch die hohen Verkaufszahlen der neuen Modelle, steigt auch der Anspruch an geeignete Winterreifen für diese Fahrzeugklassen. Für diese Fahrzeuge angebotenen M+S Ganzjahresreifen weisen praktisch keine Wintertauglichkeit auf. Deshalb empfiehlt es sich, ausschließlich Winterreifen nach europäischen Maßstäben zu fahren.
Welcher ist der richtige für mein Fahrzeug?
Den richtigen Offroadreifen für den Sommer zu finden, hängt von dem Einsatzbereich ab. Es werden grundsätzlich Geländereifen mit unterschiedlichen Spezifikationen angeboten.

• Street-Terrain (ST) - hoher Straßenanteil und geringerer Geländetauglichkeit.
• All-Terrain (AT) - ungefähr gleichem Einsatzbereich auf der Straße und im Gelände.
• Mud-Terrain (MT) - hoher Geländeanteil sowie Schlamm, Felsen und Steine.
• Boggers oder Super Swamper - ausschließlich für den Einsatz in sehr grobem Gelände konzipiert.


Für SUV Besitzer stehen sehr vielfältige Reifen Dimensionen von S bis Y (180 bis 300 km/h) zur Verfügung.
Spezielle Reifenkennzeichnung
Ein weiteres Kapitel ist die Reifenkennzeichnung. Speziell bei der Verwendung von Fahrzeugen oder/ und Offroadreifen aus den USA kann es bei dem Wechsel der Reifen zu Problemen kommen, da die US Reifenkennzeichnungen mit denen in Deutschland nicht ohne weiteres kompatibel ist. Vor der Umrüstung ist es daher ratsam, die Informationen und Ratschläge der Automobil- und Reifenhersteller zu beachten.
Der Reifenguru empfiehlt: Welche vergleichbaren Reifendimensionen durch den entsprechenden Reifen abgedeckt werden, ist an der Doppel-, bzw. Dreifachmarkierung erkennbar. Diese Abmessungen sind im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Maßtoleranz vergleichbar. Ist die Tragfähigkeit (Load-Index LI) gleich oder höher, entfällt eine Änderung der Fahrzeugpapiere, vorausgesetzt in den Fahrzeugpapieren ist eine Dimension eingetragen, welche in den Doppel- und Dreifachmarkierungen auf dem Reifen genannt wird.
Der richtige Luftdruck - Eine Frage der Situation
Speziell bei Offroadreifen ist der an die Situation angepasste Reifenfülldruck von entscheidender Bedeutung. Wenn der korrekte Luftdruck nicht eingehalten wird, droht zum einen hoher Verschleiß sowie ein erhöhter Kraftstoffverbrauch. Bei der Fahrt im Gelände sollte der Luftdruck gesenkt werden, um die Aufstandsfläche und damit den Flächendruck zu verringern. Durch einen geringen Luftdruck gewinnt der Offroadreifen auch an Traktion, da das Profil sich besser mit dem Untergrund verzahnen kann. Der Luftdruck sollte jedoch nicht mehr als 50% vom Soll-Wert abweichen und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h sollte nicht überschritten werden. Beim Verlassen des Geländes, sollte der vorgeschriebene Luftdruck sofort wieder hergestellt werden. Die folgende Tabelle zeigt die vorgeschriebenen Drücke im Gelände:

Luftdruckempfehlungen im Gelände
Schotter/Fels: -10%
Sand: -25-40%
Schlamm: -30%
Lockerer Boden, langsame Fahrt, kurze Strecken: bis zu -50%
Bekannte Hersteller


Die größten Marken im Bereich Offroadreifen sind:
Goodyear (Wrangler) und die Tochter Fulda (Tramp 4x4), Michelin (4x4) und die Tochter BFGoodrich, Pi¬relli (Scorpion), Bridgestone (Dueler), Dunlop, Yokohama, Hankook, Toyo und Cooper-Avon.

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